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Von Schein und Sein…

nun ist es Gewissheit: Am Mittwoch dieser Woche hat sich die Fraktion der AfD im Dessauer Stadtrat aufgelöst und lässt dabei mal einfach Ihren nach Ämterhäufung strebenden Bundestagskandidaten, Landtagsmitglied und Stadtrat Andreas Mrosek alleine auf der Bank sitzen.

Die scheinbar so bürgernahen Politiker, die vorgeben die Probleme der vorgeblich sozial Abgehängten zu verstehen und anstatt Lösungen nur Wut, Verzweiflung  und Angst vermitteln, haben sich am Ende in einem Akt völliger Solidaritätslosigkeit selbst zerstritten.

Die zwei ehemaligen AfD Mitglieder werden nun laut einem Onlinebericht der MZ mit zwei weiteren Mitgliedern die „Freie Fraktion“ bilden. Wir sind gespannt, wovon genau sich diese Fraktion befreit hat.

Es ist bitter für uns, dass sich der langjährige SPD Stadtrat Hans-Peter Dreibrodt nach seiner Amtsblatt – Liaison auf der Seite der ehemaligen AfD Fraktion und seinem Austritt letzten Freitag der neuen Fraktion angeschlossen hat. Weiterhin sind wir davon nicht nur enttäuscht, sondern auch verwundert – schließlich hat doch die ehemalige AfD Fraktion auch für eine Bürgerbefragung hinsichtlich des Stadtnamens gestimmt. Gerade jenes soll doch aber die Herzensangelegenheit von Hans – Peter Dreibrodt gewesen sein. Nutzt das wirklich etwas? Ist das Befreiung? Und kann man als Demokrat nicht akzeptieren, dass die Mehrheit der Fraktion einen anderen Standpunkt vertritt?

Bereits diesen Dienstag hat der größte Dessau – Roßlauer Ortsverein Dessau 1 zusammen mit den Vorsitzenden der Ortsvereine Siedlung – Ziebigk – Kühnau und Dessau Süd einen Antrag zur Einleitung eines Parteiordnungsverfahrens gegen Hans – Peter Dreibrodt an den Stadtverband eingereicht. Damit sendeten die Dessauer Genossen ein wichtiges Zeichen: Wir sind nicht hilflos und wir wehren uns! Wir akzeptieren keine Zusammenarbeit mit denen, die den Hass in unserer Gesellschaft hoffähig machen wollen und einzig und allein auf Abschottung setzen! Auch wenn es uns schmerzt, dass einer unserer Genossen sich von dieser Doppelzüngigkeit verleiten lies – wir sind es unseren Wählern schuldig, hier eine klare und tiefrote Linie zu ziehen.