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Gedenken zum 55. Todestag von Heinrich Deist

Am Dienstag, den 19.06.2018 versammelten wir uns zum Gedenken an den ehemaligen Ministerpräsidenten von Anhalt, Heinrich Deist, an seiner Grabstätte in Mosigkau. Um es mit den Worten des Gastredners Dr. Andreas Schmidt, MdL zu sagen: “Die Jubiläen die wir heute feiern, die Strukturen, die heute existieren, sie sind Resultate von Entscheidungen aus der Vergangenheit.” Heinrich Deist hat diese Entscheidungen getroffen und mitgetragen. Ohne Heinrich Deist und andere Sozialdemokraten der damaligen Zeit, hätte Dessau vielleicht kein Bauhaus gehabt. Und es hätte womöglich die Junkers Werke nicht in Dessau gegeben.

Und ebenso ist es die Konsequenz schlechter Entscheidungen, die aus Leitbildern Nationalismus und Abgrenzung hervorgingen, dass es heute keine Junkers-Werke mehr in Dessau gibt. Wir möchten nicht, dass unsere Stadt erneut in diesen Strudel aus falschen Versprechen, Verleumdung, Unmenschlichkeit und Ernüchterung gezogen wird. Deshalb ist es uns wichtig, an die Vergangenheit und stellvertretend dafür an Heinrich Deist zu erinnern – um dann nach vorne zu schauen, und immer wieder zu versuchen, unsere Stadt Dessau-Roßlau schöner, lebenswerter, gerechter zu machen.

In diesem Zusammenhang freuen wir uns sehr, dass der Stadtrat am 13.06.2018 beschlossen hat, das Grab von Heinrich Deist in ein Ehrengrab umzuwidmen.