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Sozialdemokraten aus Dessau-Roßlau Gedenken Friedrich Polling

Mit einer Feierstunde ehrten Mitglieder der SPD-Dessau-Roßlau den Gründer des ersten Arbeitervereins in Dessau und der für uns Sozialdemokraten und die gesamte Arbeiterbewegung bedeutenden Persönlichkeit Friedrich Polling (*5.1.1818, †1.8.1886). Am 5.1.2018 jährte sich zum 200. Male dessen Geburtstag. Im Polling-Park, dem Ort des ehemaligen Friedhofs II, erinnert am möglichen Platz der Beisetzung ein Denkmal an ihn.

Robert Hartmann gebührt unser Dank dafür, dass er an diesen Termin gedacht und eine Gedenkveranstaltung organisiert hat. In Vorbereitung des festlichen Anlasses schrieb er auch einen ausführlichen Artikel über Polling für die MZ. In seiner Festrede berichtete er, dass der Arbeiterverein 1849, ein Jahr nach seiner Gründung, bereits über 300 Mitglieder hatte. Polling war nicht nur politisch aktiv, sondern er schrieb auch Lieder und Gedichte. Diese wurden 1869 in einer Broschüre veröffentlicht. Erwähnt werden sollte auch, dass die uns heute bekannten geschichtlichen Daten des Wirkens von Friedrich Polling vom Historiker und Mitglied der Linken, Herrn Werner Grossert aus Archiven zusammengetragen wurden. Deshalb war es nur natürlich, dass zur Feierstunde auch Vertreter der Linken anwesend waren. Zum Abschluss des Gedenkens wurden das Gedicht „Ein wahrer Demokrat“ von Polling vorgetragen und Blumen niedergelegt.

Herr Grossert, fügte im Anschluss hinzu, dass auch Frau Sophie Polling (*16.8.1824, †8.2.1892) ihren Mann tatkräftig unterstützt hatte und eigentlich als erste Sozialdemokratin in Dessau in die Geschichtsbücher eingehen sollte. In diesem Kontext ist zu erwähnen, dass das Vereinsrecht zur damaligen Zeit Frauen die Mitgliedschaft in einem politischen Verein verbot. Erst 1908 wurde diese Sonderregelung für Frauen durch das Reichsvereinsrecht aufgehoben.

Robert Hartmann und allen Teilnehmern, die zu dieser Feierstunde kamen, ist hier zu danken.

Verfassering: Christine Walther

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Frohe Weihnachten

Das vergangene Jahr war geprägt von unglaublichen Turbulenzen sowohl in bei uns in Dessau-Roßlau als auch in Sachsen-Anhalt, Deutschland, Europa, ja sogar in der ganzen Welt. Viele Ereignissen können uns als Sozialdemokraten nur Sorgen bereiten – zum Beispiel das Erstarken der AfD oder die neoliberale und eigensinnige Politik Donald Trumps, welche die internationalen Machtbeziehungen und Kooperationsbereitschaft auf eine harte Probe stellt. Nach den Panama Papers 2016 wurden in diesem Jahr die Paradise Papers veröffentlicht, welche erneut Aufzeigen wie Konzerne und Einzelpersonen Milliarden zu Ihrem persönlichen Vorteil beiseiteschaffen, während die Volksverhetzer hierzulande versuchen Menschen aufgrund Ihrer Unterschiede gegeneinander aufzuhetzen und die Verschiedenheit als Ursache der sozialer Ungerechtigkeit  verteufeln – und das leider mit wachsendem Erfolg.

Wir Sozialdemokraten wissen um den Wert des Individuellen in der Gemeinschaft. Wir wissen, dass die Gemeinschaft und besonders der aus ihr hervorkommende Zusammenhalt den wahren Schutz vor Angst und Terror bietet, die wahre Freiheit. Innere Sicherheit gelingt nur mit Frieden. Es ist eine Illusion zu glauben, dass sich Probleme langfristig lösen lassen wenn man  mauert, verjagt und diskriminiert. Denn je mehr man sich selbst oder auch sein Land vor anderen abschottet, desto mehr muss man sinnloserweise seelisch wie auch materiell in den eigenen Schutz investieren, desto mehr lebt man in lähmender Angst, desto mehr verschwendet man für den eigenen Selbsterhalt, der angesichts diesen sinnlosen Kraftaufwands dann doch nur verkümmert und das Menschliche aus dem Menschen vertreibt. Leider geschah das schon zu oft in der Geschichte unserer Zivilisation.

Wir möchten dafür eintreten, dass wir das Gemeinsame in uns wiedererkennen, das Gemeinsame, welches über eine Nationalität oder religiöse Zugehörigkeit hinausgeht. Wir müssen wieder den Kern des Menschseins in den Fokus stellen: Das Miteinander und die gemeinsame, vereinte Stärke mit der sich die großen Fragen unserer Zeit lösen lassen.

Weihnachten ist eine magische Zeit. Wir beginnen uns auf die Dinge zu besinnen, die uns wirklich wichtig sind: Ruhe, Frieden, Familie und die Menschen die wir lieben, ein gutes Essen und Wärme. Besonders zu Weihnachten besinnen wir uns auf ebendiese in der heutigen Zeit einfach erscheinenden, aber manchmal doch so schwer zu erfüllenden gemeinsamen Wünsche – und zwar auch über die religiösen Grenzen hinaus, wie ich persönlich als bekennender Atheist anmerken möchte. Das spendet Hoffnung.

Und deshalb möchten wir als Stadtverbandsvorstand ALLEN Menschen eine frohe Weihnacht wünschen. Besonders bedenken wir dabei natürlich unsere Genossen und Genossinnen aus Dessau-Roßlau, die uns im letzten Jahr mit vollem Einsatz unterstützten. Danke an alle Genossen und Genossinnen, die ihre Zeit, ihr Geld und ihre Nerven geopfert haben und trotz aller Rückschläge nicht verzagten, trotz Beschimpfung und Bedrohung das Gute in Ihrem Herzen tragen und das Gemeinsame in den Vordergrund stellen. Danke und ein Frohes Fest an unsere Wähler – wir geben alles um euch nicht zu enttäuschen. Gerne könnt ihr Mithelfen, wir sind eine Mitmachpartei. Ein Frohes Fest wünschen wir auch allen anderen, egal woran ihr glaubt, egal wen ihr liebt, egal ob arm ob reich und egal ob Ihr für oder gegen uns seid – denn wir sind echte Demokraten und akzeptieren Andersdenkende.

Verfasst im Namen des SPD Stadtverbandes Dessau-Roßlau

Euer Andreas Kronberg

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Gegen Armut – Helft mit!

Wir danken allen, die sich mit einer Spende an unserem Stand auf dem Dessauer Weihnachtsmarkt an unserer Aktion „Gegen Armut – Helft mit!“ beteiligt haben. Getreu dem Motto “Tue Gutes da wo du bist mit dem was du hast” wurde die Aktion vom Fachbereich Soziales für Alt und Jung vom SPD Stadtverband Dessau-Roßlau geplant und am 03.12.2017 durchgeführt. An unserem Weihnachtsmarktstand stellten wir Kaffee, Glühwein, selbstgebackene Plätzchen, Kuchen und Fettschnitten für alle Interessierten bereit und sammelten dabei Spenden für den Dessauer Tafel e. V.. Heute überreichten Angela Müller, Christian Eichelberg und Andreas Kronberg aus unserem Stadtverband die gesammelte Spendensumme von 555 € an den Dessauer Tafel e. V.. Vielen, vielen Dank an Herrn Lohpens und sein Team bei der Tafel für das überragende Engagement und die Hilfe für Bedürftige!

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Bericht vom Juso Bundeskongress

Alle Jahre wieder tagt der Juso-Bundeskongress, dieses Jahr vom 24. bis zum 26. November in Saarbrücken. So weit, so gewöhnlich, aber dieser Kongress war dann schon etwas besonderes, denn die politische Lage konnte ungewisser nicht sein. Wenige Tage zuvor hatte die FDP die Sondierungsgespräche zu Jamaika platzen lassen, damit war nur die Große Koalition als Möglichkeit zur stabilen Mehrheitsbeschaffung für eine Regierung geblieben.

Es waren also Entscheidungen zu treffen bei dieser Versammlung, welche Signale sollten MartinSchulz und Andrea Nahles mit auf den Weg gegeben werden? Die Jusos entschieden sich mit überwältigender Mehrheit: „No GroKo“, das wurde zum neuen Motto des Kongresses. Kevin Kühnert, neu gewählter Vorsitzender nach dem Rückzug von Johanna Uekermann, erhielt für seine klare Absage an ein erneutes Bündnis mit der CDU viel Applaus.

Spannend und interessant war der Juso-Bundeskongress allemal. 300 Delegierte in einer Halle, das erlebt man vor allem als Sachsen-Anhaltiner nicht alle Tage und dann gab es ja nicht nur die Wahlen zum Bundesvorstand und zum neuen Vorsitzenden und viele gute Reden zu hören, sondern es galt auch zahllose Anträge aus allen Teilen der Republik zu beraten. Wie soll Pflege in Zukunft gestaltet werden? Wie soll Migration und Asyl in Europa geregelt sein? Und wie soll die Bundesrepublik mit Waffenexporten umgehen?

Das waren nur einige der Fragen, mit denen sich die Delegierten im Laufe des Kongresses beschäftigten, auch wenn leider die knappe Zeit nur die Beratung verhältnismäßig weniger Anträge zuließ. Viele kluge und gute Vorschläge waren da dabei, allerdings litt die Vielseitigkeit der Debatten bedauerlicherweise oftmals unter der überwältigenden Mehrheit des traditionellen Flügels. Redebeiträge aus anderen Flügeln wurden selten wirklich ernst genommen.

Aber egal welcher Flügel dominiert, progressiver als die SPD sind die Jusos allemal und das machten sie auch auf diesem Bundeskongress wieder mehr als deutlich. Gleichzeitig gaben tausende neu beigetretene Mitglieder dem Selbstbewusstsein deutlichen Auftrieb. Die Mutterpartei, das war Konsens, könnte sozialistische Jungspunde gut gebrauchen.

Felix Granzow

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Gegen Armut – Helft mit!

Wir laden am Sonntag, den 03. Dezember von 11:00 bis 20:00 zu einer Spendensammlung an unseren Stand auf dem Dessauer Weihnachtsmarkt in der Zerbster Straße ein. Es gibt Glühwein, Kaffee, Kuchen, Gebäck und Schmalzstullen. Der Spendenerlös wird dem Dessauer Tafel e. V. für sein ehrenamtliches und herzensgutes Engagement für bedürftige Kinder und Erwachsene zu Gute kommen.

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Ehrenamt: Stadtrat

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte hier zur besseren Information an unsere Wählerschaft zu einigen Aspekten der ehrenamtlichen Tätigkeiten der Stadträte Stellung beziehen.

Die gewählte Stadträtin/der gewählte Stadtrat verpflichtet sich mit der Annahme des Mandats, seine Entscheidungen zum Wohl der Stadt, insbesondere ihrer Bürgerinnen und Bürger, jederzeit zu beachten und dabei mögliche Risiken zu vermeiden.

Das ist in der Demokratie, die von der Meinungsvielfalt lebt, nicht immer leicht, insbesondere müssen dabei die Interessenlagen der Gesamtbürgerschaft und nicht nur der eigenen Ortschaft oder des eigenen Stadtbezirkes beachtet werden.

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Zeit für Unterschiede – Es geht um unsere Stadt

Zwar blicken wir als SPD traurig zurück auf die letzte Bundestagswahl – aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen. Es geht um wichtige Themen, es geht um unsere Stadt! Hierzu ein Interview unseres Stadtverbandsvorsitzenden Ingolf Eichelberg in der Mitteldeutschen Zeitung vom 26.10.2017.

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Tarifflucht bei der DWG

https://www.mz-web.de/dessau-rosslau/schwere-spd-vorwuerfe-tarifflucht-beim-staedtischen-vermieter-dwg–28634640

In der Hauptausschuss-Sitzung am 27.09.2017 stellte ich eine Anfrage, ob es der Wahrheit entspricht, dass die DWG aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten sei, was leider bestätigt wurde. Bereits dort kritisierte ich diesen Schritt der DWG scharf. 

Im Zuge des Austrittes aus dem Arbeitgeberverband bildete bereits hierzu die Gewerkschaft ver.di eine Tarifkommission. Diese lud mich am 04.10.2017 zu einer Zusammenkunft ein. Im Ergebnis sagte ich der Tarifkommission als Fraktionsvorsitzender der SPD meine volle Unterstützung zu dem Vorhaben zu, die DWG aufzufordern, mit ver.di Tarifverhandlungen für die Beschäftigen der DWG aufzunehmen. 

In der Stadtratssitzung am 18.10.2017 wurde die DWG im Namen der SPD-Fraktion von mir nochmals öffentlich aufgefordert, umgehend Tarifverhandlungen aufzunehmen. Denn es kann nicht sein, dass ein Tochterunternehmen der Stadt „Tarifflucht“ begeht. 

Lobenswert ist, dass lt. MZ-Bericht nun die DWG der SPD-Forderung nach Verhandlungen über einen Haustarifvertrag nachkommen will. 

Als Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Stadtverbandes der SPD werde ich den Prozess natürlich weiter begleiten. 

 

Ingolf Eichelberg

Fraktionsvorsitzender und 

Stadtverbandsvorsitzender der SPD

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Ruhe in Frieden, Lothar Biener

Nach langer, schwerer Krankheit verstarb am 23.09.2017 unser Genosse und ehemaliger Landtagsabgeordneter Lothar Biener im Alter von 82 Jahren. Der Trauergottesdienst wird gehalten am Freitag, den 13.10.2017, um 12:00 Uhr in der Melanchtonkirche in Dessau – Alten. Die anschließende Urnenbeisetzung findet im engsten Kreis statt.

Es ist Lothar Bieners Wunsch, anstelle von Blumen eine Spende für die Aktion “Brot für die Welt” zu geben.

Wir danken Lothar Biener für sein Lebenswerk. Insbesondere danken wir dafür, dass er sich besonders engagiert für die Belange unserer Stadt eingesetzt hat. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, welcher wir viel Kraft in dieser schweren Zeit wünschen.

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Jugend braucht echte PerspektiveN

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, legte die Verwaltung dem Sozialausschuss den Sozialbericht  vor. Wenn man bedenkt, in welchen Umfang gerade die Mitarbeiter dieses Dezernates neue Aufgaben bewältigen mussten, schulden wir ihnen Dank und Respekt für diese Arbeit. Zum Respekt gehört aber auch, dass man sich mit diesem umfangreichen Zahlenwerk auseinander setzt und politische Schlussfolgerungen zieht. Ich hoffe, dass sich die führenden Köpfe dieser Stadt, nachdem die Namensdiskussion abgeschlossen ist, sich mit diesem Bericht auseinandersetzen werden und vielleicht auch handeln.

Interessanterweise fällt dieser Bericht mit einer Beschlussvorlage der CDU zusammen, die da heißt : „ Dem demografischen Wandel begegnen“ und in der letzten Stadtratssitzung behandelt wurde. Man kann der CDU nur gratulieren, dass  auch sie im Jahr 2017 schon eines der größten gesellschaftlichen Probleme bewusst zur Kenntnis nimmt. Scheinbar ist den Kollegen entgangen, dass in dieser Stadt in den vergangenen Jahren  Wohnungen abgerissen werden, Schulen geschlossen, Altenheime gebaut werden, Firmen Fachkräfte suchen usw. Die SPD hat nichts dagegen, wenn die CDU Geldgeschenke  an junge Familien verteilt und Ihnen den Zugang zu günstigen Bauland erschließen will. Allerdings hegen wir so unsere Zweifel, ob durch diese Vorlage die gewünschte Wirkung erzielen wird.

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